

Die „Autonomen Nationalisten“ geben sich einen modernen popkulturellen Look, adaptieren und codieren Styles aus anderen Jugendkulturen / Jugendszenen und sind deshalb schwer als "Rechte" erkennbar. Musik ist für „Autonome Nationalisten“ ein wichtiges Zugangsmedium, um andere Jugendliche zu agitieren. Die bundesweit verteilte Schulhof -CD der NPD ist ein Beispiel für die Koppelung von „politischen“ und „kulturellen“ Aktivitäten, die für neonazistische Gruppen zum Standard geworden sind und wie die „Rechten“ versuchen in einen „ehemals“ progressiven, eher mit "linken" Inhalten geprägten Bereich, vorzudringen.
Die „Böhsen Onkelz“, deren T-Shirts inzwischen zum Erscheinungsbild bei vielen Punk, Metal und Hardcorekonzerten gehören, oder frei.wild sind Beispiele dafür, wie rechte Inhalte auch im Mainstream Verbreitung finden. Vermehrt etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie „Nazis“ genauso wenig zutrifft wie das Label „unpolitisch“. Sie sind irgendwo dazwischen, in der Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in „alternative“ Szenen und bedeutet einen zunehmenden Raumverlust für linke, emanzipatorische Ideen. Die Grauzonen korrespondieren mit reaktionären Männerwelten, Satanismus, Sexismus, Homophobie und Wertebildern, die auf Ballermannpartys zu finden sind.
Auch im sogenannten „Gangsta“ Hip-Hop (z.B. Aggro-Berlin) werden vermehrt AusländerInnen-, Frauen-, und Schwulenfeindliche Texte verbreitet und kommen bei Jugendlichen an. Beat it! will niederschwellig mit Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen Aufklärungsarbeit leisten. Anderseits sollen mit Workshops MultiplikatorInnen geschult werden.
In Veranstaltungen werden Konzert, Film und verschiedene Informations-, bzw. Diskussionsveranstaltungen miteinander verknüpft. Angedachte Themen sind: „Subkulturelle Grauzonen“, „Autonome Nationalisten – die Modernisierung neonazistischer Jugendkultur“, „Jugendkulturelle Einflussnahme der NPD“, „Homophobie und Sexismus in den Jugendkulturen“, etc. Es sollen Jugendliche und MultiplikatorInnen, wie LehrerInnen und SozialarbeiterInnen angesprochen werden.


Unser Jugendkulturbereich steht euch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
WERK°STADT
JugendKultur
Torsten Nagel
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